Nachdenkliches



 

Eine Autobiographie in fünf Kapiteln


1. Ich gehe eine Straße entlang. Im Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren und ohne jede Hoffnung. Dabei habe ich nicht einmal die Schuld! Ich brauche eine Ewigkeit, um einen Ausweg zu finden.

2. Ich gehe die gleiche Straße entlang. Im Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich gebe vor, es nicht zu sehen. Ich falle wieder hinein. Ich kann nicht glauben, dass ich schon wieder an diesem Ort bin. Dabei kann ich nicht einmal etwas dafür. Ich brauche wieder sehr, sehr lange, bis ich den Ausweg gefunden habe.

3. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Im Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich sehe, dass es da ist. Ich falle wieder hinein. Es ist eine Gewohnheit von mir. Meine Augen sind offen. Ich weiß, wo ich bin. Es ist mein Fehler. Ich klettere sofort hinaus.

4. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Im Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich weiche aus.

5. Ich gehe eine andere Straße entlang.

 

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Gib niemals auf


Ein Farmbesitzer besitzt ein Pferd, um seinen Acker pflügen zu können. Eines Tages fällt es beim Pflügen tot um. Alle im Dorf sagen "Großer Gott, was für eine schreckliche Sache". Er erwiderte nur "Das wird sich zeigen". Alle im Dorf bewunderten ihn für seine Einstellung, und so schenkten sie ihm ein neues Pferd und riefen "Was für ein Glück der Mann hat, er hat jetzt wieder ein Pferd." Er sagte nur "Das wird sich zeigen." Ein paar Tage später sprang das Pferd über einen Zaun und ward nicht mehr gesehen. Alle im Dorf sagten "Oje, was für ein Pech". Er erwiderte nur "Das wird sich zeigen". Eine Woche später kehrte das Pferd wieder, gefolgt von einem duzend wilder Pferde, zu ihm zurück. Alle im Dorf riefen "Was für ein Glück der Mann hat", und er sagte...

...ja was sagte er denn wohl ???

"DAS WIRD SICH ZEIGEN". Wieder ein Tag verging, und da sie jetzt ja mehrere Pferde hatten, machte der Sohn einen Ausritt. Dabei fiel er vom Pferd und brach sich ein Bein. Alle im Dorf sagten "Oje, was für ein Pech, der arme Junge". Er erwiderte nur "Das wird sich zeigen".

Ein paar Tage später kamen Soldaten in die Stadt, denn Krieg war ausgebrochen. Sie nahmen alle jungen Männer mit, damit sie dienen sollten, aber den Sohn mit dem gebrochenen Bein ließen sie dort, weil sie ihn nicht gebrauchen konnten. Alle im Dorf riefen "Was für ein Glück der Mann hat", und er sagte........

Und was lernen wir daraus ??? Manche Dinge erscheinen anders, als sie sind, Schlechtes kann auch gut sein, oder umgekehrt.

Diese Geschichte habe ich von Ina Reichelt erhalten.

Vielen Dank Ina.

 

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Unterschied von Himmel und Hölle


Ein Rabbi kommt zu Gott: "Herr, ich möchte die Hölle sehen und auch den Himmel." "Nimm Elia als Führer", spricht der Schöpfer, "er wird dir beides zeigen . "

Der Prophet nimmt den Rabbi bei der Hand. Er führt ihn in einen großen Raum. Ringsum Menschen mit langen Löffeln. In der Mitte auf einem Feuer kochend, ein Topf mit einem köstlichen Gericht.

Alle schöpfen mit ihren langen Löffeln aus dem Topf. Aber die Menschen sehen mager aus, blass, elend. Kein Wunder: Ihre Löffel sind zu lang. Sie können sie nicht zum Mund führen. Das herrliche Essen ist nicht zu genießen. Die beiden gehen hinaus: "Welch seltsamer Raum war das?" fragte der Rabbi den Propheten. "Die Hölle", lautet die Antwort. Sie betreten einen zweiten Raum. Alles genau so wie beim ersten. Ringsum Menschen mit langen Löffeln. In der Mitte, auf einem Feuer kochend, ein Topf mit einem köstlichen Gericht. Alle schöpfen mit ihren langen Löffeln aus dem Topf. Aber - ein Unterschied zu dem ersten Raum:

Diese Menschen sehen gesund aus, gut genährt, glücklich. "Wie kommt das?" - Der Rabbi schaut genau hin. Da sieht er den Grund: Diese Menschen schieben sich die Löffel gegenseitig in den Mund.

Sie geben einander zu essen.

Da weiß der Rabbi, wo er ist.

(Eine russische Weisheit)

 

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Ansprache einer Kerze


Ihr habt mich angezündet und schaut - nachdenklich

oder versonnen - in mein Licht.

Vielleicht freut ihr euch auch ein bisschen dabei.

Ich jedenfalls freue mich, dass ich brenne.

Wenn ich nicht brennen würde,

läge ich in einem Karton mit anderen,

die auch nicht brennen.

In so einem Karton haben wir überhaupt keinen Sinn.

Da liegen wir nur herum.

Einen Sinn habe ich nur, wenn ich brenne.

Und jetzt brenne ich.

Aber seit ich brenne, bin ich schon ein kleines

bisschen kürzer geworden.

Das ist schade, denn ich kann mir ausrechnen,

wann ich so kurz bin,

dass ich nur noch ein kleines Stümpfchen sein werde.

Aber so ist das: es gibt nur zwei Möglichkeiten:

Entweder ich bleibe ganz und versehrt im Karton,

dann werde ich nicht kürzer,

dann geht mir überhaupt nichts ab,

aber dann weiß ich nicht, was ich eigentlich soll.

Oder ich gebe Licht und Wärme, dann weiß ich,

wofür ich da bin, dann muss ich aber etwas dafür geben,

etwas von mir selbst, mich selber.

Das ist schöner als kalt und sinnlos im Karton zu sein.

So ist das auch bei euch Menschen, genauso.

Entweder ihr bleibt für euch, dann passiert euch nichts,

dann geht euch nichts ab

aber dann wisst ihr auch eigentlich nicht so recht, warum.

Dann seid ihr wie Kerzen im Karton.

Oder ihr gebt Licht und Wärme. Dann habt ihr einen Sinn.

Dann freuen sich die Menschen, dass es euch gibt.

Dann seid ihr nicht vergebens da.

Aber dafür müsst ihr etwas geben: von euch selber,

von allem, was in euch lebendig ist:

von eurer Treue, eurem Lachen, von eurer Traurigkeit,

von euren Ängsten, von euren Sehnsüchten,

von allem, was in euch ist.

Ihr braucht keine Angst zu haben,

wenn ihr dabei kürzer werdet.

Das ist nur äußerlich.

Innen werdet ihr immer heller.

Denkt ruhig dran, wenn ihr eine brennende Kerze seht,

denn so eine Kerze seid ihr selber.

Ich bin nur eine kleine, einzelne Kerze.

Wenn ich alleine brenne, ist mein Licht nicht groß und

die Wärme die ich gebe, ist gering.

Ich alleine - das ist nicht viel.

Aber mit anderen zusammen

ist das Licht groß und die Wärme stark.

Bei euch Menschen ist das genauso.

Einzeln, für euch genommen,

ist euer Licht nicht gewaltig und die Wärme klein.

Aber zusammen mit andern, seid ihr viel.

Und, Licht ist ansteckend !!!

So werdet ihr nicht ärmer,

wenn ihr mit eurer Kerze die eines anderen anzündet.

Ihr werde heller.

(Verfasser unbekannt)

 

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Was es ist


Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

 

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Worte von Nelson Mandela


Unsere tiefste Furcht ist es nicht, dass wir nicht genügen.

Unsere tiefste Furcht ist es,

dass wir über alle Maßen kraftvoll sind.

Es ist unser Licht, das uns am meisten Angst macht

und nicht unsere Dunkelheit.

Wir stellen uns die Frage, wer bin ich,

so brillant, wunderbar,

talentiert und hervorragend zu sein??

Übrigens, wie kommst Du dazu, es NICHT zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Dich klein zu halten, dient dieser Welt nicht.

Dich klein zu halten damit die anderen um

Dich herum sich nicht unsicher fühlen,

das hat nichts mit Erleuchtung zu tun.

Wir sind geboren, um die Größe Gottes,

der in uns lebt, zu verwirklichen.

Diese Größe ist nicht nur in einigen von uns,

sie ist in jedem Menschen!

Und wenn wir unser Licht leuchten  lassen,

dann geben wir unbewusst anderen Menschen

die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Und wenn wir frei von Angst sind,

dann sind die Anderen durch unser Da-Sein auch frei.

 

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Kinder lernen das, was sie erleben


Wenn ein Kind nur Kritik erlebt,

lernt es zu verurteilen.

Wenn ein Kind nur Feindseligkeit erlebt,

lernt es, aggressiv zu sein.

Wenn ein Kind nur Spott erlebt,

lernt es, schüchtern zu sein.

Wenn ein Kind nur Schmach erlebt,

lernt es, sich schuldig zu fühlen.

Wenn ein Kind Toleranz erlebt,

lernt es, geduldig zu sein.

Wenn ein Kind Hoffnung erlebt,

lernt es, zuversichtlich zu sein.

Wenn ein Kind Güte erlebt,

lernt es, gerecht zu sein.

Wenn ein Kind Hilfsbereitschaft erlebt,

lernt es, Vertrauen zu haben.

Wenn ein Kind Bestätigung erlebt,

lernt es, mutig zu sein.

Wenn ein Kind Geborgenheit und Freundschaft erlebt,

lernt es, in der Welt die Liebe zu finden.

( Doretj Law Nolte )

 

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